STECKBRIEF
- Was: geplante Muskelarbeit gegen einen Widerstand, etwa mit Hanteln, Geräten, Bändern oder dem eigenen Körpergewicht
- Ablauf: Übungen für die großen Muskelgruppen in mehreren Wiederholungen; die WHO empfiehlt Erwachsenen mindestens zwei Tage pro Woche, zusätzlich zur Ausdauerbewegung
- Wer leitet an: im Alltag eigenständig oder in Kursen; als Kassenleistung ärztlich verordneter Rehabilitationssport, Funktionstraining oder Physiotherapie mit Fachpersonal
- Kosten/Kasse: kein allgemeiner Anspruch auf ein frei gewähltes Training; Rehasport, Funktionstraining und Physiotherapie nach ärztlicher Verordnung, zertifizierte Präventionskurse je nach Satzung der Kasse
- Studienlage: sicher belegt für Kraft und Muskelmasse, solide für Blutzucker und Stürze im Rahmen gemischter Programme; Schutz vor Knochenbrüchen und ein längeres Leben sind nicht direkt bewiesen
Die Einkaufstasche wird schwerer, das Aufstehen aus dem tiefen Sessel braucht Schwung, und bei der Knochendichtemessung ist von Osteopenie, also verminderter Knochendichte, die Rede. Ab der Lebensmitte verlieren viele Menschen schleichend Muskelkraft und Knochensubstanz. Fachleute sprechen von Sarkopenie, wenn die Muskelkraft deutlich nachlässt und zugleich Muskelmasse oder -qualität fehlen [1]. Treffen Muskel- und Knochenschwund zusammen, steigt das Risiko für Stürze und Brüche.
Krafttraining ist die naheliegende Antwort, und die Studienlage ist ungewöhnlich breit. Dass es Muskeln kräftiger und größer macht, ist so sicher belegt wie wenig sonst in der Bewegungsmedizin [2]. Ob Krafttraining Knochenbrüche verhindert oder das Leben verlängert, ist weniger gut belegt, als viele Ratgeber versprechen. Ein Fitnessstudio braucht es nicht.
Was belegt ist und was nicht
„Solide“ heißt hier: mehrere übereinstimmende gute Studien oder eine Empfehlung der maßgeblichen Leitlinie. „Mittel“ heißt: Studien mit uneinheitlichem Ergebnis oder kleinem Effekt. „Schwach“ heißt: Es fehlen gute Studien. „Kein Nutzen belegt“ heißt: Gute Studien zeigen keinen Unterschied. Dieselbe Anwendung kann in mehreren Gruppen stehen, wenn die Lage je nach Frage verschieden ist, etwa bei Stürzen: Bewegungsprogramme sind solide belegt, Krafttraining allein nur schwach.
EVIDENZ-ÜBERSICHT
Solide
- Mehr Kraft und Muskelmasse bei gesunden Erwachsenen [2]
- Weniger Stürze im Alter durch Bewegungsprogramme, vor allem mit Gleichgewichts- und Funktionsübungen [3]
- Niedrigerer Langzeitblutzucker bei Typ-2-Diabetes [4] [5]
Mittel
- Mehr Kraft auch ab 75 Jahren [6]
- Sarkopenie: mehr Handkraft und bessere Beweglichkeit [7]
- Knochendichte nach den Wechseljahren: kleiner Zuwachs [8] [9]
- Weniger Knochenbrüche durch Bewegungsprogramme, vor allem angeleitete [10]
- Stürze: Gleichgewicht plus Kraft im Kombiprogramm [3] [11]
- Blutdruck: geringe Senkung [12]
- Körperfett bei Übergewicht: etwas weniger Fett, etwas mehr Muskeln [13]
- Knie- und Hüftarthrose, chronische Rückenschmerzen: weniger Schmerz durch Bewegungsprogramme [14] [15] [16]
- Depressive Beschwerden: weniger Beschwerden, Studien oft fehleranfällig [17]
- Erschöpfung während einer Krebstherapie [18] [19]
- Nach einem Wirbelbruch: etwas bessere Beweglichkeit [20]
Schwach
- Längeres Leben: nur Beobachtungsstudien [21]
- Stürze verhindern mit Krafttraining allein [3]
- Neue Brüche nach einem Wirbelbruch verhindern [20]
- Muskelmasse bei Sarkopenie [7]
- Hitzewallungen: eine günstige Studie, keine Bestätigung [22] [23]
- Angst [24]
Kein Nutzen belegt
- Sätze bis zur völligen Erschöpfung des Muskels: kein Zusatznutzen gegenüber früherem Aufhören [2]
- Kniearthrose: hohe statt mittlerer Intensität bringt nicht weniger Schmerz [25]
Was zählt als Krafttraining?
Gemeint ist jede geplante Muskelarbeit gegen einen Widerstand. Das können Hanteln, Geräte im Studio, elastische Bänder oder das eigene Körpergewicht sein, etwa beim Aufstehen vom Stuhl oder bei Liegestützen an der Wand. Gesteuert wird das Training über Übungsauswahl, Gewicht, Zahl der Wiederholungen und Sätze sowie die Häufigkeit pro Woche [2]. Ein Satz ist eine Folge von Wiederholungen ohne Pause.
Ob Gerät oder freie Hantel, macht für die allgemeine Kraft keinen gesicherten Unterschied; trainiert wird vor allem, was geübt wird [26]. Elastische Bänder erreichten in kleinen Vergleichsstudien ähnliche Kraftzuwächse wie Gewichte [27]. Gleichwertig im strengen Sinn sind die Formen damit nicht bewiesen. Für den Einstieg zu Hause reichen sie aber.
Ausdauer ersetzt Krafttraining nicht. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) führt beides als getrennte Empfehlungen [28]. Gleichgewichtstraining ist wieder etwas anderes: Wer nur Gewichte hebt, übt damit nicht automatisch das sichere Stehen.
Wie viel? Was die Empfehlungen sagen
Die WHO empfiehlt Erwachsenen 150 bis 300 Minuten mäßig anstrengende Ausdauerbewegung pro Woche. Dazu kommen an mindestens zwei Tagen Übungen, die alle großen Muskelgruppen kräftigen, in mindestens mittlerer Intensität [28]. Ab 65 Jahren rät sie an mindestens drei Tagen pro Woche zu abwechslungsreicher Bewegung mit Schwerpunkt auf Gleichgewicht und Kraft, um die Alltagsfähigkeit zu erhalten und Stürzen vorzubeugen [28]. Eine Mindestdauer für das Krafttraining legt die WHO bewusst nicht fest; dafür fehlen die Daten [28].
In Deutschland gelten die Nationalen Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung von 2016. Sie werden derzeit überarbeitet, die neue Fassung soll laut Bundesgesundheitsministerium Anfang 2027 erscheinen [29].
Konkreter wird die US-Sportmedizin-Gesellschaft ACSM. Für Ungeübte nannte sie 2009 ein Gewicht, mit dem etwa 8 bis 12 saubere Wiederholungen möglich sind, an zwei bis drei Tagen pro Woche [30]. Ihre große Neubewertung von 2026 stützt sich auf 137 Übersichtsarbeiten mit mehr als 30.000 Teilnehmenden. Schon zwei Einheiten pro Woche für alle großen Muskelgruppen wirken. Wer Sätze bis zur völligen Erschöpfung ausreizt, gewinnt nicht mehr Kraft oder Muskeln, und eine ständige Steigerung ist für den gesundheitlichen Nutzen nicht nötig [2]. Schwere Lasten über 80 Prozent des Maximalgewichts, also des Gewichts, das sich bei einer Übung genau einmal sauber bewegen lässt, sind der Weg zur Höchstkraft, nicht die Voraussetzung für jeden Nutzen.
Muskelkater ist kein Gütesiegel. In einer Studie war die Muskelschädigung zu Beginn am stärksten, das Muskelwachstum setzte erst später ein, als der Kater längst nachgelassen hatte [31]. Ein Erfolgsmaß ist eher, was sich über Wochen im Alltag leichter anfühlt.
Muskeln im Alter: Ist es je zu spät?
Nein. Eine Auswertung von 22 Studien mit Menschen ab 75 Jahren fand unter Krafttraining deutlich mehr Kraft und auch etwas mehr Muskelmasse als ohne Training [6]. Für über 90-Jährige gibt es nur wenige kleine Studien, eine Prognose für den Einzelnen lässt sich daraus nicht ableiten. Selbst bei sehr alten Menschen im Krankenhaus hielt ein kurzes Übungsprogramm von wenigen Tagen die Beweglichkeit besser als die übliche Versorgung [32].
Sarkopenie (Evidenz: Mittel). Bei Menschen mit festgestelltem Muskelschwund verbesserten Übungsprogramme in 22 Studien die Handkraft und die Zeit beim Aufstehen-und-Gehen-Test [7]. Ob dabei auch Muskelmasse zurückkehrt, blieb offen: Das Ergebnis reichte von leichtem Nutzen bis zu keinem Effekt. Schnelle Bewegungen, sogenanntes Powertraining, verbesserten bei Älteren die Alltagsfunktion etwas mehr als langsames Krafttraining, die Kraft aber nicht [33].
Knochen und Brüche: die unbequeme Frage
Schützt Krafttraining vor dem Oberschenkelhalsbruch? Die ehrliche Antwort: Es spricht einiges dafür, bewiesen ist es für Krafttraining allein nicht.
Knochendichte (Evidenz: Mittel). Bei Frauen nach den Wechseljahren stieg die Knochendichte der Lendenwirbelsäule in 80 Studien unter Training etwas an [8]. Den deutlichsten Zuwachs zeigte die australische LIFTMOR-Studie: 101 Frauen um die 65 mit niedriger Knochendichte trainierten acht Monate lang zweimal pro Woche 30 Minuten mit schweren Lasten und Sprungübungen, unter enger Aufsicht. Ihre Knochendichte an der Wirbelsäule nahm um 2,9 Prozent zu, in der Vergleichsgruppe mit leichtem Heimtraining sank sie um 1,2 Prozent [9]. Brüche konnte die kleine Studie nicht erfassen. Ausgeschlossen waren Frauen mit einem Bruch im Vorjahr.
Knochenbrüche (Evidenz: Mittel). Eine Auswertung von 20 Studien zählte unter Bewegungsprogrammen etwa ein Drittel weniger Brüche nach leichten Stürzen. Angeleitete Programme schnitten klar besser ab, überwiegend eigenständige zeigten keinen sicheren Effekt [10]. Die Programme mischten Kraft, Gleichgewicht und andere Übungen. Die deutsche S3-Leitlinie „Körperliches Training zur Frakturprophylaxe“ von 2025, gültig bis Februar 2030, stützt sich auf diese Daten [34]. Die DVO-Leitlinie Osteoporose (gültig bis 31.03.2027, verlängert) empfiehlt, regelmäßige, dem eigenen Können angepasste Bewegung für Muskelkraft, Gleichgewicht und Koordination zu fördern und Bettruhe zu vermeiden [35].
Bei Osteoporose rät ein internationales Fachgremium zu Krafttraining für alle großen Muskelgruppen an mindestens zwei Tagen pro Woche, kombiniert mit Gleichgewichtsübungen, gesteigert nur so weit, wie es vertragen wird [36].
Nach einem Wirbelbruch (Evidenz: Mittel für Beweglichkeit, Schwach für neue Brüche). Neun Studien mit 749 Menschen zeigten unter Übungen eine kleine Verbesserung beim Aufstehen und Gehen, um rund eine Sekunde, im Alltag kaum spürbar. Ob Training weitere Brüche oder Stürze verhindert, ließ sich nicht sagen; die Daten stammen aus je einer kleinen Studie [20]. Für die ersten Wochen nach einem frischen, schmerzhaften Bruch gibt es keine Studien.
Stürze: Kraft allein reicht nicht
Sturzvorbeugung (Evidenz: Solide für Bewegungsprogramme). Ältere Menschen, die zu Hause leben, stürzen mit gezielter Bewegung seltener: in 59 Studien rund ein Viertel weniger als ohne solches Training [3]. Am besten belegt sind Übungen für Gleichgewicht und Alltagsbewegungen wie Aufstehen und Schritte. Programme, die Gleichgewicht mit Kraft verbinden, senkten die Sturzrate um etwa ein Drittel. Für reines Krafttraining fand der Cochrane-Review dagegen keinen verlässlichen Effekt auf Stürze [3].
Die Welt-Leitlinie zur Sturzvorbeugung empfiehlt deshalb Gleichgewichts- und Funktionsübungen, mindestens 30 Minuten zweimal pro Woche über mindestens drei Monate. Krafttraining kommt nach Möglichkeit dazu [11].
Blutzucker, Blutdruck, Gewicht
Typ-2-Diabetes (Evidenz: Solide). In 20 Studien mit 1.172 Teilnehmenden lag der Langzeitblutzucker HbA1c unter Krafttraining im Mittel um 0,4 Prozentpunkte niedriger als in den Kontrollgruppen [4]. Die Studien unterschieden sich stark, die Richtung war aber eindeutig. Die Amerikanische Diabetes-Gesellschaft empfiehlt Menschen mit Typ-1- und Typ-2-Diabetes zwei bis drei Einheiten Krafttraining pro Woche an nicht aufeinanderfolgenden Tagen [5].
Blutdruck (Evidenz: Mittel). Krafttraining senkte den oberen Wert in kontrollierten Studien um knapp 2 mmHg [12]. Größere Zahlen, die im Umlauf sind, stammen aus Vorher-nachher-Vergleichen ohne gleichzeitige Kontrollgruppe und übertreiben den Effekt [37].
Körpergewicht (Evidenz: Mittel). Menschen mit Übergewicht verloren in rund dreieinhalb Monaten Training etwa ein Kilogramm Fett und gewannen knapp ein Kilogramm fettfreie Masse [13]. Auf der Waage zeigt sich das kaum.
Gelenke, Rücken, Stimmung
Die Sorge, Krafttraining zerstöre die Gelenke, ist unbegründet. Bei Knie- und Hüftarthrose lindern Bewegungsprogramme den Schmerz etwas, im Mittel um 7 bis 9 Punkte auf einer Skala bis 100 [14] [15]. Die britische Leitlinienbehörde NICE empfiehlt bei Arthrose ein angepasstes Übungsprogramm, ausdrücklich auch Muskelkräftigung [38]. Mehr ist dabei nicht besser. In einer Studie mit 377 Menschen mit Kniearthrose half schweres Training nach 18 Monaten nicht stärker als leichtes, führte aber zu mehr meist leichten Beschwerden durch das Training [25].
Bei chronischen Rückenschmerzen helfen Bewegungsprogramme insgesamt [16]. Depressive Beschwerden gingen unter Krafttraining in einer großen Auswertung spürbar zurück, die meisten Studien waren aber anfällig für Verzerrungen [17].
Krafttraining in der Lebensmitte
Mit den Wechseljahren beschleunigt sich der Knochenabbau.
Krafttraining kann dem etwas entgegensetzen, wie die Daten zur Knochendichte zeigen. Für die Muskelkraft von Frauen nach der Menopause sind die Effekte in über 100 Studien klar [39]. Die Sorge, Frauen würden durch Krafttraining „massig“, deckt sich nicht mit den Studien: Der Muskelzuwachs ist messbar, aber moderat [40].
Hitzewallungen (Evidenz: Schwach).
In einer schwedischen Studie mit 58 Frauen sank die Zahl mittlerer bis starker Hitzewallungen nach 15 Wochen Krafttraining von 7,5 auf 4,4 pro Tag, ohne Training blieb sie gleich [22]. Bestätigt ist das nicht. Ein älterer Cochrane-Review zu Bewegung allgemein fand keinen Effekt [23], und die nordamerikanische Menopause-Gesellschaft empfiehlt Bewegung nicht als Mittel gegen Hitzewallungen [41].
Brustkrebs und andere Krebserkrankungen (Evidenz: Mittel).
Die US-Krebsgesellschaft ASCO empfiehlt während einer heilenden Behandlung regelmäßiges Ausdauer- und Krafttraining, um Fitness zu erhalten und Erschöpfung zu lindern [19]. Ein Cochrane-Review bestätigte für Krafttraining eine kleine Verbesserung der Erschöpfung während der Therapie [18]. Eine Wirkung auf den Tumor ist damit nicht gemeint.
Leben Krafttrainierende länger?
In Beobachtungsstudien mit Hunderttausenden Menschen hatten Muskeltrainierende ein um 10 bis 17 Prozent geringeres Risiko, früh zu sterben oder an Herz-Kreislauf-Leiden, Krebs oder Diabetes zu erkranken. Am günstigsten waren 30 bis 60 Minuten pro Woche [21]. Studien, die das gezielt geprüft hätten, gibt es nicht.
Lesehilfe
Zusammenhang ist nicht Ursache
Wer regelmäßig Gewichte hebt, ist oft schlanker, raucht seltener und hat mehr Zeit für Gesundheit. In Beobachtungsstudien lässt sich nicht sauber trennen, was davon das längere Leben erklärt. Die Teilnehmenden gaben ihr Training zudem selbst an. Ob die „optimalen“ 30 bis 60 Minuten tatsächlich Leben verlängern, könnte nur eine Studie zeigen, die Menschen per Los einem Training zuteilt.
Aus Komplementär- und Energiemedizin gibt es zu Krafttraining nichts Belegtes, was über die hier beschriebenen Studien hinausgeht.
Anleitung und Kasse
Ein eigenständiges Training im Studio oder zu Hause zahlen gesetzliche Kassen nicht. Es gibt aber drei Wege. Rehabilitationssport und Funktionstraining werden ärztlich verordnet und finden in Gruppen statt, beim Rehasport unter ärztlicher Betreuung, beim Funktionstraining unter fachkundiger Anleitung [42]. Physiotherapie, auch als gerätegestützte Krankengymnastik, ist ein Heilmittel auf Rezept; dafür fallen zehn Prozent der Kosten plus zehn Euro je Verordnung als Zuzahlung an [43] [44]. Daneben bezuschussen Krankenkassen zertifizierte Präventionskurse nach ihrer Satzung; Behandlung und Rehabilitation gehören ausdrücklich nicht dazu [45] [46]. Private Versicherungen erstatten nach Tarif [47].
Eine geschützte Berufsbezeichnung für Trainerinnen und Trainer im Freizeitbereich gibt es nicht. Wer Osteoporose, eine Herzerkrankung oder Gelenkprobleme hat, ist in angeleiteten Gruppen besser aufgehoben; bei Knochenbrüchen schnitten betreute Programme in Studien klar besser ab [10].
Sicherheitsbox
- Gesund ohne Beschwerden: Vor leichter bis mittlerer Bewegung, die nicht anstrengender ist als zügiges Gehen, ist laut WHO meist keine ärztliche Untersuchung nötig [28]. Für schweres Heben gilt das nicht automatisch.
- Vorher ärztlich abklären: bei Brustschmerzen unter Belastung, schlecht eingestelltem Bluthochdruck (ab etwa 160/100 mmHg), unbehandelten Herzrhythmusstörungen, Herzschwäche, Herzklappenerkrankung oder verdickter Herzmuskulatur [48] [49]. Ebenso bei Osteoporose mit Brüchen, nach einem frischen Wirbelbruch und in der Schwangerschaft [20] [50].
- Warnzeichen beim Training: Schwindel, ungewöhnliche Atemnot, Druck oder Schmerz in der Brust und Herzrasen. Dann sofort aufhören, ärztlich untersuchen lassen und erst nach Freigabe weitertrainieren [49].
- Bluthochdruck: Mit gut eingestelltem Blutdruck ist leichtes bis mittleres Krafttraining sicher, wenn gleichmäßig weitergeatmet wird. Pressatmung treibt den Blutdruck stark in die Höhe [49] [51].
- Medikamente und Diabetes: Blutdrucksenker können den Kreislauf beeinflussen; ein längeres Ausklingen beugt Schwindel vor. Bei Diabetes Blutzucker vor und nach dem Training prüfen. Bei fortgeschrittener diabetischer Netzhautschädigung ist schweres Training nicht erlaubt [49].
- Osteoporose: Bewegungen meiden oder anpassen, bei denen der Oberkörper unter Last gebeugt oder gedreht wird, sowie schnelle, ruckartige Beugebewegungen der Wirbelsäule [52]. Schwere Lasten wie in LIFTMOR nur unter fachkundiger Aufsicht [9].
- Verletzungen und Beschwerden: Muskelkater nach ungewohnter Belastung ist häufig und kein Erfolgsmaß. Zu hohe Intensität bringt bei Arthrose mehr Beschwerden ohne Mehrnutzen [25].
- Keine Abklärung ersetzt: Neue Knochenschmerzen, plötzliche Rückenschmerzen nach dem Heben oder wiederholte Stürze gehören in ärztliche Hand, nicht ins Training.
Woran geforscht wird
Die US-Studie BEACON mit geplant 900 Teilnehmenden prüft, ob Krafttraining den Knochenabbau beim Abnehmen bremst [53]. Eine weitere Studie vergleicht bei Frauen nach den Wechseljahren Krafttraining mit Ausdauertraining gegen Hitzewallungen [54]. Neue Bewegungsempfehlungen für Deutschland sind für Anfang 2027 angekündigt [29]. Offen bleibt die wichtigste Frage: ob Krafttraining allein Knochenbrüche verhindert. Dafür fehlt eine große Studie, die echte Brüche zählt.
FAQ – Häufige Fragen zu Krafttraining
Wie oft sollte ich Krafttraining machen?
Die WHO empfiehlt Erwachsenen an mindestens zwei Tagen pro Woche Übungen für alle großen Muskelgruppen, zusätzlich zur Ausdauerbewegung. Ab 65 Jahren rät sie an mindestens drei Tagen zu Bewegung mit Schwerpunkt auf Gleichgewicht und Kraft.
Brauche ich dafür ein Fitnessstudio?
Nein. Elastische Bänder und Übungen mit dem eigenen Körpergewicht kräftigen ebenfalls. Bei Osteoporose, Herzerkrankungen oder Gelenkproblemen ist eine fachkundige Anleitung aber sinnvoll, etwa im Rehasport oder in der Physiotherapie.
Bin ich mit 75 zu alt dafür?
Nein. In Studien gewannen auch Menschen über 75 deutlich an Kraft. Selbst sehr alte Menschen profitierten von kurzen Übungsprogrammen. Wer lange inaktiv war oder Vorerkrankungen hat, sollte den Einstieg ärztlich besprechen.
Schützt Krafttraining vor Knochenbrüchen?
Nicht nachweislich allein. Die Knochendichte steigt etwas. Gemischte Bewegungsprogramme, vor allem angeleitete, senkten in Studien die Zahl der Brüche um etwa ein Drittel. Studien, die nur Krafttraining prüfen und echte Brüche zählen, fehlen.
Muss ich jeden Satz bis zur völligen Erschöpfung machen?
Nein. Die US-Sportmedizin-Gesellschaft fand keinen zusätzlichen Nutzen für Kraft oder Muskeln, wenn Sätze bis zum Muskelversagen ausgereizt werden. Für Ältere kann es sogar ungünstig sein.
Verhindert Krafttraining Stürze?
Allein ist das nicht belegt. Am besten wirken Übungen für Gleichgewicht und Alltagsbewegungen. Kombiniert mit Kraft senkten sie die Sturzrate in Studien um etwa ein Drittel.
Was zahlt die Krankenkasse?
Ärztlich verordneten Rehabilitationssport, Funktionstraining und Physiotherapie, Letztere mit Zuzahlung. Zertifizierte Präventionskurse bezuschusst jede Kasse nach eigener Satzung. Ein frei gewähltes Studio-Abo gehört nicht dazu.
Wann sollte ich das Training abbrechen?
Bei Schwindel, ungewöhnlicher Atemnot, Druck oder Schmerz in der Brust oder Herzrasen. Dann ärztlich untersuchen lassen und erst nach Freigabe weitertrainieren.
Recherchestand: Oktober 2026 · Nächste Prüfung: Oktober 2027
Hinweis: Dieser Beitrag informiert und ersetzt keine medizinische Beratung oder Behandlung.
Quellen & Forschungsstand
- Cruz-Jentoft AJ, Bahat G, Bauer J, et al.; EWGSOP2. Sarcopenia: revised European consensus on definition and diagnosis. Age and Ageing. 2019;48(1):16–31. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC6322506/
- Currier BS, D’Souza AC, Fiatarone Singh MA, et al.; American College of Sports Medicine. Resistance Training Prescription for Muscle Function, Hypertrophy, and Physical Performance in Healthy Adults: An Overview of Reviews. Medicine & Science in Sports & Exercise. 2026;58(4):851–872. https://doi.org/10.1249/MSS.0000000000003897
- Sherrington C, Fairhall NJ, Wallbank GK, et al. Exercise for preventing falls in older people living in the community. Cochrane Database of Systematic Reviews. 2019;1:CD012424. https://www.cochrane.org/evidence/CD012424_exercise-preventing-falls-older-people-living-community
- Jansson AK, Chan LX, Lubans DR, Duncan MJ, Plotnikoff RC. Effect of resistance training on HbA1c in adults with type 2 diabetes mellitus and the moderating effect of changes in muscular strength: a systematic review and meta-analysis. BMJ Open Diabetes Research & Care. 2022;10(2):e002595. https://drc.bmj.com/content/10/2/e002595
- American Diabetes Association Professional Practice Committee. 5. Facilitating Positive Health Behaviors and Well-being to Improve Health Outcomes: Standards of Care in Diabetes – 2026, Empfehlung 5.37. Diabetes Care. 2026;49(Suppl 1):S89 ff. https://diabetesjournals.org/care/article/49/Supplement_1/S89/163932/
- Grgic J, Garofolini A, Orazem J, et al. Effects of Resistance Training on Muscle Size and Strength in Very Elderly Adults: A Systematic Review and Meta-Analysis of Randomized Controlled Trials. Sports Medicine. 2020. https://doi.org/10.1007/s40279-020-01331-7
- Bao W, Sun Y, Zhang T, et al. Exercise Programs for Muscle Mass, Muscle Strength and Physical Performance in Older Adults with Sarcopenia: A Systematic Review and Meta-Analysis. Aging and Disease. 2020. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7390512/
- Mohebbi R, Shojaa M, Kohl M, et al. Exercise training and bone mineral density in postmenopausal women: an updated systematic review and meta-analysis of intervention studies with emphasis on potential moderators. Osteoporosis International. 2023. https://doi.org/10.1007/s00198-023-06682-1
- Watson SL, Weeks BK, Weis LJ, et al. High-Intensity Resistance and Impact Training Improves Bone Mineral Density and Physical Function in Postmenopausal Women With Osteopenia and Osteoporosis: The LIFTMOR Randomized Controlled Trial. Journal of Bone and Mineral Research. 2018;33(2):211–220. https://doi.org/10.1002/jbmr.3284
- Hoffmann I, Shojaa M, Kohl M, et al. Exercise Reduces the Number of Overall and Major Osteoporotic Fractures in Adults. Does Supervision Make a Difference? Systematic Review and Meta-Analysis. Journal of Bone and Mineral Research. 2022. https://doi.org/10.1002/jbmr.4683
- Montero-Odasso M, van der Velde N, Martin FC, et al. World guidelines for falls prevention and management for older adults: a global initiative. Age and Ageing. 2022;51(9):afac205. https://doi.org/10.1093/ageing/afac205
- Cornelissen VA, Smart NA. Exercise Training for Blood Pressure: A Systematic Review and Meta-analysis. Journal of the American Heart Association. 2013;2(1):e004473. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC3603230/
- Lopez P, Taaffe DR, Galvão DA, et al. Resistance training effectiveness on body composition and body weight outcomes in individuals with overweight and obesity across the lifespan: A systematic review and meta-analysis. Obesity Reviews. 2022;23(5):e13428. https://doi.org/10.1111/obr.13428
- Lawford BJ, Hall M, Hinman RS, et al. Exercise for knee osteoarthritis. Cochrane Database of Systematic Reviews, CD004376, Update mit Suche bis 04.01.2024. https://www.cochrane.org/evidence/CD004376_exercise-effective-therapy-treat-knee-osteoarthritis
- Cochrane. Exercise for osteoarthritis of the hip. Cochrane Database of Systematic Reviews, CD007912, Update mit Suche bis 05.02.2025. https://www.cochrane.org/evidence/CD007912_exercise-treatment-osteoarthritis-hip
- Hayden JA, Ellis J, Ogilvie R, Malmivaara A, van Tulder MW. Exercise therapy for chronic low back pain. Cochrane Database of Systematic Reviews. 2021;9:CD009790. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8477273/
- Noetel M, Sanders T, Gallardo-Gómez D, et al. Effect of exercise for depression: systematic review and network meta-analysis of randomised controlled trials. BMJ. 2024;384:e075847. https://www.bmj.com/content/384/bmj-2023-075847
- Ernst M, Hübner J, Schmidt T, et al. Resistance training for fatigue in people with cancer. Cochrane Database of Systematic Reviews. 2024;CD015518. https://doi.org/10.1002/14651858.CD015518
- Ligibel JA, Bohlke K, May AM, et al.; ASCO. Exercise, Diet, and Weight Management During Cancer Treatment: ASCO Guideline. Journal of Clinical Oncology. 2022;40(22):2491–2507. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35576506/
- Gibbs JC, MacIntyre NJ, Ponzano M, et al. Exercise for improving outcomes after osteoporotic vertebral fracture. Cochrane Database of Systematic Reviews. 2019;7:CD008618. https://www.cochrane.org/evidence/CD008618
- Momma H, Kawakami R, Honda T, Sawada SS. Muscle-strengthening activities are associated with lower risk and mortality in major non-communicable diseases: a systematic review and meta-analysis of cohort studies. British Journal of Sports Medicine. 2022;56(13):755–763. https://bjsm.bmj.com/content/56/13/755
- Berin E, Hammar M, Lindblom H, Lindh-Åstrand L, Rubér M, Spetz Holm A-C. Resistance training for hot flushes in postmenopausal women: A randomised controlled trial. Maturitas. 2019;126:55–60. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31239119/
- Daley A, Stokes-Lampard H, Thomas A, MacArthur C. Exercise for vasomotor menopausal symptoms. Cochrane Database of Systematic Reviews. 2014;11:CD006108. https://www.cochrane.org/evidence/CD006108_exercise-vasomotor-menopausal-symptoms
- Singh B, Olds T, Curtis R, et al. Effectiveness of physical activity interventions for improving depression, anxiety and distress: an overview of systematic reviews. British Journal of Sports Medicine. 2023;57(18):1203–1209. https://bjsm.bmj.com/content/57/18/1203
- Messier SP, Mihalko SL, Beavers DP, et al. Effect of High-Intensity Strength Training on Knee Pain and Knee Joint Compressive Forces Among Adults With Knee Osteoarthritis: The START Randomized Clinical Trial. JAMA. 2021;325(7):646–657. https://jamanetwork.com/journals/jama/fullarticle/2776330
- Haugen ME, Vårvik FT, Larsen S, et al. Effect of free-weight vs. machine-based strength training on maximal strength, hypertrophy and jump performance – a systematic review and meta-analysis. BMC Sports Science, Medicine and Rehabilitation. 2023;15:103. https://doi.org/10.1186/s13102-023-00713-4
- Lopes JSS, Machado AF, Micheletti JK, et al. Effects of training with elastic resistance versus conventional resistance on muscular strength: A systematic review and meta-analysis. SAGE Open Medicine. 2019;7:2050312119831116. https://doi.org/10.1177/2050312119831116
- World Health Organization. WHO guidelines on physical activity and sedentary behaviour. Genf: WHO; 25.11.2020. https://iris.who.int/server/api/core/bitstreams/faa83413-d89e-4be9-bb01-b24671aef7ca/content
- Bundesministerium für Gesundheit. Bewegungsempfehlungen. Begriffe von A–Z, abgerufen 12.10.2026. https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/begriffe-von-a-z/b/bewegungsempfehlungen.html
- Ratamess NA, Alvar BA, Evetoch TK, et al.; American College of Sports Medicine. Progression Models in Resistance Training for Healthy Adults. Medicine & Science in Sports & Exercise. 2009;41(3):687–708. https://doi.org/10.1249/MSS.0b013e3181915670
- Damas F, Phillips SM, Libardi CA, et al. Resistance training-induced changes in integrated myofibrillar protein synthesis are related to hypertrophy only after attenuation of muscle damage. Journal of Physiology. 2016;594(18):5209–5222. https://physoc.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1113/JP272472
- Martínez-Velilla N, Casas-Herrero A, Zambom-Ferraresi F, et al. Effect of Exercise Intervention on Functional Decline in Very Elderly Patients During Acute Hospitalization: A Randomized Clinical Trial. JAMA Internal Medicine. 2019;179(1):28–36. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC6583412/
- Balachandran AT, Steele J, Angielczyk D, et al. Comparison of Power Training vs Traditional Strength Training on Physical Function in Healthy, Older Adults: A Systematic Review and Meta-analysis. JAMA Network Open. 2022;5(5):e2211623. https://jamanetwork.com/journals/jamanetworkopen/fullarticle/2792175
- Dachverband Osteologie (DVO)/AWMF. Körperliches Training zur Frakturprophylaxe. S3-Leitlinie, AWMF-Registernummer 183-002, Version 1.1 vom 11.02.2025, gültig bis 10.02.2030. https://register.awmf.org/assets/guidelines/183-002l_S3_Training_Frakturprophylaxe_2025-02_1.pdf
- Dachverband Osteologie (DVO). DVO-Leitlinie Osteoporose 2023, Kapitel 6: Generelle Osteoporose- und Frakturprophylaxe. Gültig bis 31.03.2027 (verlängert; DVO-Mitteilung vom 18.09.2026). https://leitlinien.dv-osteologie.org/kapitel/6-generelle-osteoporose-und-frakturprophylaxe/
- Giangregorio LM, Papaioannou A, MacIntyre NJ, et al. Too Fit To Fracture: exercise recommendations for individuals with osteoporosis or osteoporotic vertebral fracture. Osteoporosis International. 2014;25(3):821–835. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5112023/
- Correia RR, Veras ASC, Tebar WR, et al. Strength training for arterial hypertension treatment: a systematic review and meta-analysis of randomized clinical trials. Scientific Reports. 2023;13:201. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC9814600/
- National Institute for Health and Care Excellence (NICE). Osteoarthritis in over 16s: diagnosis and management. NG226, 19.10.2022, Empfehlung 1.3.1. https://www.nice.org.uk/guidance/ng226/chapter/recommendations
- Khalafi M, Sakhaei MH, Habibi Maleki A, et al. Influence of exercise type and duration on cardiorespiratory fitness and muscular strength in post-menopausal women: a systematic review and meta-analysis. Frontiers in Cardiovascular Medicine. 2023;10:1190187. https://www.frontiersin.org/journals/cardiovascular-medicine/articles/10.3389/fcvm.2023.1190187/full
- Hagstrom AD, Marshall PW, Halaki M, Hackett DA. The Effect of Resistance Training in Women on Dynamic Strength and Muscular Hypertrophy: A Systematic Review with Meta-analysis. Sports Medicine. 2020;50(6):1075–1093. https://link.springer.com/article/10.1007/s40279-019-01247-x
- The North American Menopause Society (NAMS). The 2023 nonhormone therapy position statement. Menopause. 2023;30(6):573–590. https://doi.org/10.1097/GME.0000000000002200
- Sozialgesetzbuch (SGB) Neuntes Buch, § 64 Ergänzende Leistungen, Abs. 1 Nr. 3 und 4. Abgerufen 02.10.2026. https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_9_2018/__64.html
- Sozialgesetzbuch (SGB) Fünftes Buch, § 32 Heilmittel, Abs. 1. Abgerufen 02.10.2026. https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__32.html
- Sozialgesetzbuch (SGB) Fünftes Buch, § 61 Zuzahlungen, Satz 3. Abgerufen 02.10.2026. https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__61.html
- Sozialgesetzbuch (SGB) Fünftes Buch, § 20 Primäre Prävention und Gesundheitsförderung, Abs. 1. Abgerufen 02.10.2026. https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__20.html
- GKV-Spitzenverband. Leitfaden Prävention: Handlungsfelder und Kriterien nach § 20 Abs. 2 SGB V. Fassung vom 17.12.2025, S. 12. https://www.gkv-spitzenverband.de/media/dokumente/krankenversicherung_1/praevention__selbsthilfe__beratung/praevention/praevention_leitfaden/20251218_Leitfaden_Pravention_2025_barrierefrei.pdf
- Versicherungsvertragsgesetz (VVG), § 192 Vertragstypische Leistungen des Versicherers, Abs. 1. Abgerufen 02.10.2026. https://www.gesetze-im-internet.de/vvg_2008/__192.html
- Pollock ML, Franklin BA, Balady GJ, et al. Resistance Exercise in Individuals With and Without Cardiovascular Disease: Benefits, Rationale, Safety, and Prescription. AHA Science Advisory. Circulation. 2000;101(7):828–833. https://www.ahajournals.org/doi/10.1161/01.cir.101.7.828
- Paluch AE, Boyer WR, Franklin BA, et al. Resistance Exercise Training in Individuals With and Without Cardiovascular Disease: 2023 Update. A Scientific Statement From the American Heart Association. Circulation. 2024;149:e217–e231. https://doi.org/10.1161/CIR.0000000000001189
- American College of Obstetricians and Gynecologists (ACOG). Physical Activity and Exercise During Pregnancy and the Postpartum Period. Committee Opinion No. 804, April 2020. https://www.acog.org/clinical/clinical-guidance/committee-opinion/articles/2020/04/physical-activity-and-exercise-during-pregnancy-and-the-postpartum-period
- MacDougall JD, Tuxen D, Sale DG, Moroz JR, Sutton JR. Arterial blood pressure response to heavy resistance exercise. Journal of Applied Physiology. 1985;58(3):785–790. https://journals.physiology.org/doi/pdf/10.1152/jappl.1985.58.3.785
- Giangregorio LM, McGill S, Wark JD, et al. Too Fit To Fracture: outcomes of a Delphi consensus process on physical activity and exercise recommendations for adults with osteoporosis with or without vertebral fractures. Osteoporosis International. 2015;26(3):891–910. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5101068/
- ClinicalTrials.gov. BEACON: Bone, Exercise, Alendronate, and Caloric Restriction (NCT05764733). Status „recruiting“, abgerufen 02.10.2026. https://clinicaltrials.gov/study/NCT05764733
- ClinicalTrials.gov. START (NCT06030388): Krafttraining versus intensives Ausdauertraining versus unveränderte Aktivität bei Hitzewallungen. Status „recruiting“, abgerufen 02.10.2026. https://clinicaltrials.gov/study/NCT06030388
