Bioresonanz

Elektroden in den Händen, ein Gerät, das Schwingungen messen und ausgleichen soll. Was Bioresonanz verspricht, was die Geräte technisch erfassen und was Studien zu Allergietests und Behandlungen zeigen.

STECKBRIEF

  • Herkunft: Deutschland, entwickelt in den 1970er-Jahren als Mora-Verfahren von dem Arzt Franz Morell und dem Elektrotechniker Erich Rasche [1]; Vorläufer ist die Elektroakupunktur nach Voll aus den 1950er-Jahren
  • Ablauf: Über Elektroden an Händen, Füßen oder Kopf ist der Körper mit einem Gerät verbunden, das Signale aufnehmen, verändern und zurückgeben soll; eine Sitzung dauerte in der Rauchstopp-Studie ungefähr 45 Minuten [1].
  • Wer bietet an: Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker sowie Ärztinnen und Ärzte; eine eigene geschützte Qualifikation für Bioresonanz gibt es nicht.
  • Kosten/Kasse: keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen [2], von der Bundesbeihilfe ausgeschlossen; private Versicherung nach Tarif; eine belastbare Preisspanne ist nicht belegt
  • Studienlage: Als Allergietest hielt das Verfahren verblindeten Prüfungen nicht stand; für Behandlungen gibt es nur wenige, meist kleine Studien mit gemischten Ergebnissen.

Der Ausschlag kommt immer wieder, die Haut juckt, und der Verdacht fällt auf Lebensmittel. In einer Praxis hält man zwei Elektroden in den Händen, das Gerät zeigt Ausschläge an, am Ende steht eine Liste mit „Belastungen“. Andere suchen Bioresonanz auf, weil sie mit dem Rauchen aufhören möchten oder weil Schmerzen nicht weichen wollen.

Die Idee dahinter: Körper und Stoffe senden nach Vorstellung der Anwender feine Schwingungen aus. Das Gerät soll sie über Elektroden aufnehmen, Belastungen erkennen und verändert an den Körper zurückgeben [3], um sie auszugleichen. Geprüft ist von diesen Versprechen wenig, und das Wenige fällt ernüchternd aus. In einer doppelblinden Studie erkannte der Test Allergien nicht zuverlässiger als eine Ampulle mit destilliertem Wasser [4]. Bei Kindern mit Neurodermitis brachte die Behandlung keinen messbaren Vorteil gegenüber einer Scheinbehandlung [5].

Was belegt ist und was nicht

Diagnose und Behandlung sind getrennt eingestuft. „Schwach“ heißt: Es gibt Studien, aber zu wenige, zu kleine oder methodisch zu schwache für ein klares Urteil, egal in welche Richtung sie zeigen. „Kein Nutzen belegt“ heißt: Aussagekräftige Studien fanden keinen Nutzen. „Nicht untersucht“ heißt: Zu dieser Behauptung gibt es keine Studie.

Diagnose

Schwach

  • Nahrungsmittelallergien und -unverträglichkeiten erkennen: keine aussagekräftigen Studien, Leitlinie rät vom Einsatz ab [6]

Kein Nutzen belegt

  • Allergien gegen Hausstaubmilben und Katzenhaare erkennen [4]
  • Heuschnupfen erkennen: Übereinstimmung mit üblichen Allergietests nur bei 22 Prozent [3]

Nicht untersucht

  • Belastungen durch Schwermetalle, Parasiten oder Elektrosmog messen [7]

Behandlung

Schwach

  • Rauchstopp: eine Pilotstudie mit positivem Ergebnis [1], methodisch begrenzt
  • Heuschnupfen: kein Unterschied zur Scheinbehandlung bei Nasenmessungen [3]
  • Allergischer Schnupfen durch Hausstaubmilben: eine kleine Pilotstudie [8]
  • Funktionelle Magen-Darm-Beschwerden: eine Studie mit 20 Personen [9]
  • Rheumatische Beschwerden: eine kleine, teils kontrollierte Studie [10]
  • Chronische Kreuzschmerzen: zwei Studien ohne Zufallszuteilung [3]
  • Depression: nur eine rückblickende Auswertung [11]

Kein Nutzen belegt

  • Neurodermitis bei Kindern, zusätzlich zur üblichen Behandlung [5]

Nicht untersucht

  • Allergien dauerhaft „löschen“: keine wissenschaftlich fundierte Forschung zur Wirksamkeit [7]

Was die Geräte tatsächlich messen

Bioresonanz ist ein Sammelbegriff. Unter Namen wie Mora-Therapie, Frequenztherapie oder Quantenanalyse werden Geräte angeboten, die nicht zwingend dasselbe messen oder tun. Gemeinsam ist vielen eine Verbindung über Elektroden zur Haut.

Was dort technisch erfassbar ist, kennt die Physiologie gut: Die Haut leitet schwachen Strom, und wie gut sie das tut, ändert sich ständig. Der elektrische Widerstand der Haut hängt stark von ihrem Wassergehalt ab [12], dazu kommen Schweiß, Temperatur, Luftfeuchte und Gefühle wie Angst. Auch der Druck der Elektrode zählt. Mehr Druck vergrößert die Kontaktfläche und senkt so den gemessenen Widerstand [13].

Ein Hautsignal ist echt. Ob es etwas über eine Allergie, ein Organ oder eine „Belastung“ verrät, ist eine ganz andere Frage. Eine Messgröße, die einer bestimmten Krankheit oder einem bestimmten Stoff zugeordnet und unabhängig geprüft wäre, beschreibt keine der ausgewerteten Quellen. Die Schweizerische Gesellschaft für Allergologie und Immunologie hält fest, dass die Geräte die behaupteten feinen Schwingungen nicht messen können [7].

Mit Magnetresonanztomografie (MRT) hat Bioresonanz nichts zu tun, trotz des ähnlichen Wortes. Die MRT erzeugt mit starken Magnetfeldern dreidimensionale Bilder vom Inneren des Körpers [14].

Das Erklärungsmodell der Anwenderinnen und Anwender

Nach dem Modell der Bioresonanz senden Menschen und Stoffe schwache elektromagnetische Schwingungen aus: der Körper selbst, aber auch Allergene, Schwermetalle oder Vitamine. Krankheit zeigt sich in diesem Bild als gestörte, „disharmonische“ Schwingung. Das Gerät nimmt die Signale über eine Elektrode auf, ein Bauteil trennt gesunde von belastenden Anteilen, und über eine zweite Elektrode werden die Signale verstärkt oder umgekehrt an den Körper zurückgegeben [3]. Umgekehrte Schwingungen sollen die störenden auslöschen. Daher kommt das Versprechen, Allergien zu „löschen“. Innerhalb seiner eigenen Annahmen ist das Modell folgerichtig und erklärt, wie die Behandlung wirken soll. Die Annahmen selbst sind aber nicht gemessen. Selbst eine Studie aus dem Kreis der Anwender räumt ein, dass ein direkter Nachweis der angenommenen Schwingungen bislang fehlt [1].

Allergietests: der am besten geprüfte Anspruch

Den deutlichsten Test bestand die Methode nicht. In einer britischen Studie wurden 30 Erwachsene untersucht, 15 mit und 15 ohne nachgewiesene Allergie im Hauttest. Getestet wurde mit einem elektrodermalen Gerät, also einem, das an der Haut elektrisch misst. Die Ampullen mit Hausstaubmilben, Katzenhaaren oder destilliertem Wasser waren verschlüsselt und kamen in zufälliger Reihenfolge. Auf Wasser reagiert niemand allergisch. Trotzdem zeigte das Gerät bei Wasser fast so oft „allergisch“ an wie bei den echten Allergenen: bei Allergikern 26, bei Nichtallergikern 23 von 100 Wasserproben [4]. Allergiker und Nichtallergiker konnte der Test so nicht unterscheiden. Das Fazit der Autoren war eindeutig: Für die Diagnose von Umweltallergien ist das Verfahren ungeeignet [4]. Finanziert war die Studie unter anderem von einem Gerätehersteller.

Zum Heuschnupfen kam eine österreichische Bewertung zu einem ähnlichen Bild. Bioresonanz und übliche Allergietests stimmten nur bei 22 Prozent der Befunde überein [3].

Zu Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten gibt es keine Studie, die den Test sauber gegen einen anerkannten Standard geprüft hätte. Die deutsche Leitlinie der allergologischen Fachgesellschaften zählt Bioresonanz zu Tests ohne Validität und ohne Reproduzierbarkeit [6]. Sie empfiehlt, Bioresonanz nicht zur Diagnose von Nahrungsmittelallergien oder -unverträglichkeiten einzusetzen. Die Leitlinie stammt von 2021, ihre verlängerte Gültigkeit endete im Juni 2026, sie wird überarbeitet [15].

Abgeklärt wird eine Nahrungsmittelallergie laut Leitlinie über die Krankengeschichte, Bluttests auf bestimmte Abwehrstoffe (IgE) oder Hauttests und bei unklarem Ergebnis über einen ärztlich überwachten Verzehrtest, die orale Provokation [6].

Praxisbox

Wenn ein Test „Unverträglichkeiten“ meldet

Eine Liste verdächtiger Lebensmittel aus einem Bioresonanz-Test ist kein Befund, nach dem man den Speiseplan umbaut. Wer Beschwerden nach dem Essen hat, lässt die Ursache besser allergologisch abklären, bevor Lebensmittel wegfallen. Das gilt besonders für Kinder. Und umgekehrt: Ein unauffälliges Testergebnis bedeutet nicht, dass eine bekannte Allergie verschwunden ist.

Behandlungen: was Studien zeigen

Eine österreichische Bewertung, die 2009 alle verwertbaren Studien gesammelt hat, fand sechs Studien mit zusammen rund 1.200 Teilnehmenden [3]. Nur zwei davon hatten die Teilnehmenden per Zufall auf die Gruppen verteilt. Die Autorinnen nennen die Studienlage sehr uneinheitlich, mit großen Placeboeffekten [3]. Eine neuere Übersicht, die diese Bewertung ersetzt, fand die Recherche nicht.

Neurodermitis bei Kindern (Evidenz: Kein Nutzen belegt). Die aussagekräftigste Studie stammt aus der Schweiz. 32 Kinder, die wegen schwerer Neurodermitis in einer Höhenklinik lagen, erhielten zusätzlich echte oder zum Schein laufende Bioresonanz. Der Haut ging es in beiden Gruppen deutlich und anhaltend besser [5]. Einen Vorteil der echten Behandlung gab es nicht. Die Besserung war also echt. Sie kam nur nicht vom Gerät.

Rauchstopp (Evidenz: Schwach). Hier gibt es das bekannteste positive Ergebnis. In einer türkischen Pilotstudie mit 190 Rauchenden genügte eine einzige Sitzung von rund 45 Minuten. Nach einem Jahr gaben 29 von 100 mit echter und 16 von 100 mit Scheinbehandlung [1] an, rauchfrei zu sein. Das klingt gut, hat aber Schwächen. Die Teilnehmenden wurden abwechselnd statt per Zufall zugeteilt. Ob sie wirklich nicht mehr rauchten, wurde nur telefonisch erfragt, nicht gemessen [1]. Ein Mitautor beriet den Hersteller des Studiengeräts. Wiederholt wurde die Studie bislang nicht.

Heuschnupfen und allergischer Schnupfen (Evidenz: Schwach). Bei Heuschnupfen fand die österreichische Bewertung keinen Unterschied zwischen Bioresonanz und Scheinbehandlung, gemessen an der Nasenatmung und an Reaktionen auf Pollen. Die Studie war aber klein und ohne Zufallszuteilung. Für ein klares Urteil reicht das nicht. Eine kleine Pilotstudie aus Taiwan bei Hausstaubmilbenallergie berichtete weniger Nasenlaufen nach vier Wochen [8]; ausgewertet wurden 36 Personen.

Magen-Darm, Rheuma, Rücken, Depression (Evidenz: Schwach). Hier gibt es jeweils nur einzelne kleine oder schwache Studien. Bei funktionellen Magen-Darm-Beschwerden, also solchen ohne erkennbare organische Ursache, besserten sich in einer kleinen Studie die Beschwerden stärker als unter Schein. Die Bewertung von 2009 nennt den Nutzen für Betroffene fraglich [3]. Zu Rheuma gibt es eine kleine, teils kontrollierte Studie [10], zu Kreuzschmerzen zwei Studien ohne Zufallszuteilung. Zur Depression liegt nur eine rückblickende Auswertung ohne Scheinbehandlung [11] vor. Für viele weitere beworbene Anwendungen, etwa „Entgiftung“, fand die Recherche keine kontrollierten Studien.

Warum es vielen trotzdem besser geht

Wer nach Bioresonanz weniger Beschwerden hat, erlebt etwas Echtes. Zuwendung, Zeit, Erwartung und die Behandlungssituation selbst können Beschwerden lindern. Dazu kommt der natürliche Verlauf. Beschwerden schwanken. Wer in einer besonders schlechten Phase Hilfe sucht, dem geht es danach oft ohnehin besser. In Studien zählt all das zur Reaktion auf eine Scheinbehandlung [16]. Die Neurodermitis-Studie zeigt es im Kleinen: Beide Gruppen verbesserten sich, und nur der Vergleich mit Schein machte sichtbar, dass das Gerät nichts beitrug.

Kasse, Kosten und Werbung

Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen Bioresonanz nicht. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) führt „Bioresonanzdiagnostik, Bioresonanztherapie, Mora-Therapie und vergleichbare Verfahren“ [2] unter den Methoden, die Ärztinnen und Ärzte nicht zulasten der Kassen erbringen dürfen. Ein Verbot ist das nicht: Als Selbstzahlerleistung dürfen Praxen Bioresonanz weiter anbieten. Die Bundesbeihilfe schließt Bioresonatorentests und Bioresonanztherapie vollständig aus [17]. Private Versicherungen erstatten im vereinbarten Umfang [18], also je nach Tarif. Wer selbst zahlt, sollte vorher nach Sitzungszahl und Gesamtkosten fragen. Eine verlässliche Preisspanne ließ sich aus unabhängigen Quellen nicht belegen.

Viele Geräte tragen ein CE-Zeichen. Ein Wirknachweis ist das nicht. Es besagt nur, dass ein Medizinprodukt die Anforderungen der EU-Verordnung für den vom Hersteller festgelegten Zweck erfüllt [19]. Anders als Arzneimittel werden Medizinprodukte laut Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) nicht von einer Behörde zugelassen [20].

Zugelassen heißt nicht eindeutig belegt

Ein CE-Zeichen klingt nach amtlicher Prüfung. Es bestätigt aber nur, dass ein Gerät die Vorgaben für den Zweck erfüllt, den der Hersteller selbst beschreibt. Ob eine Methode Krankheiten erkennt oder lindert, zeigen nur vergleichende Studien, kein Siegel. Deshalb passt beides zusammen: Ein Gerät trägt ein CE-Zeichen, und die gesetzlichen Kassen zahlen die Methode trotzdem nicht.

Auch Werbung hat Grenzen. Das Heilmittelwerbegesetz verbietet es, Verfahren eine therapeutische Wirksamkeit beizulegen, die sie nicht haben [21]. Deshalb untersagte das Oberlandesgericht München 2016 einem Geräteanbieter die Werbung mit Behandlungserfolgen. Hängt eine Wirkung allein vom Befinden ab, braucht es als Beleg eine randomisierte, placebokontrollierte Doppelblindstudie [22], also einen verblindeten Vergleich mit Scheinbehandlung. Das Urteil betrifft einen Einzelfall, nicht jedes Gerät.

Sicherheitsbox

  • Direkte Nebenwirkungen: Eine verlässliche Zahl gibt es nicht. In der Rauchstopp-Studie bekam eine Person eine Hautreizung durch die Elektroden [1], die von selbst abklang.
  • Diäten nach Testbefund: Starke Einschränkungen nach irreführenden Tests können das Wachstum beeinträchtigen und zu Mangelernährung führen [23], besonders bei kleinen Kindern. Ein ärztlicher Fallbericht beschreibt bei einem Kind Mangelernährung nach einer unbegleiteten Diät [24] infolge alternativer Allergietests.
  • Neue Allergien durch Weglassen: Bei kleinen Kindern mit Neurodermitis kann das Meiden bisher vertragener Lebensmittel eine echte Soforttyp-Allergie auslösen [23].
  • Bekannte schwere Allergie: Kein Testergebnis und keine „Löschung“ ersetzt die Notfallmedikamente. Bei Atemnot, Schwellungen im Gesicht oder Kreislaufproblemen nach Kontakt mit einem Allergen Notruf 112 alarmieren [25]; wichtigstes Notfallmittel ist Adrenalin.
  • Herzschrittmacher und Defibrillator: Eine belegte Gegenanzeige für Bioresonanz gibt es nicht. Bei elektrischen Verfahren am Körper raten Kardiologen zu Vorsichtsmaßnahmen und Rücksprache mit dem Behandlungsteam [26].
  • Keine Abklärung ersetzt: Bioresonanz erkennt keine Krankheit. Neue, anhaltende oder zunehmende Beschwerden gehören in ärztliche Hand, wirksame Behandlungen nicht absetzen. Bei Depression mit Gedanken an Suizid ist sofort ärztliche Hilfe nötig [27].

Woran geforscht wird

Viel Neues gibt es nicht. Eine doppelblinde deutsche Studie bei Nackenbeschwerden mit 54 Teilnehmenden ist seit Dezember 2019 abgeschlossen [28]. Ergebnisse sind im Studienregister bis heute nicht eingetragen. Die deutsche Leitlinie zu Nahrungsmittelallergien wird überarbeitet; ein Termin für die neue Fassung ist nicht bekannt.

Häufige Fragen zu Bioresonanzgerät

Was ist Bioresonanz?
Ein gerätegestütztes Verfahren aus den 1970er-Jahren. Über Elektroden soll ein Gerät Schwingungen des Körpers aufnehmen, krankmachende Anteile erkennen und verändert zurückgeben. Die angenommenen Schwingungen sind bislang nicht nachgewiesen.

Kann Bioresonanz Allergien erkennen?
In einer doppelblinden Studie konnte ein elektrodermaler Test Allergiker nicht von Nichtallergikern unterscheiden; Wasser wurde fast so oft als „allergisch“ eingestuft wie echte Allergene. Die deutsche Leitlinie rät von Bioresonanz zur Diagnose von Nahrungsmittelallergien ab.

Kann Bioresonanz Allergien „löschen“?
Dafür gibt es keinen Beleg. Bei Kindern mit Neurodermitis wirkte die Behandlung nicht besser als eine Scheinbehandlung. Wer eine schwere Allergie hat, sollte sich nie auf eine „Löschung“ verlassen und die Notfallmedikamente behalten.

Hilft Bioresonanz beim Rauchstopp?
Eine Pilotstudie fand nach einem Jahr mehr Rauchfreie als unter Scheinbehandlung. Die Zuteilung war aber nicht zufällig, und das Rauchen wurde nur erfragt, nicht gemessen. Eine Bestätigung durch weitere Studien fehlt.

Was messen die Geräte?
Geräte mit Hautelektroden können elektrische Eigenschaften der Haut erfassen. Diese hängen von Feuchtigkeit, Schweiß, Temperatur und dem Druck der Elektrode ab. Dass sich daraus Allergien, Organstörungen oder Belastungen ablesen lassen, ist nicht belegt.

Zahlt die Krankenkasse Bioresonanz?
Die gesetzlichen Krankenkassen nicht: Der Gemeinsame Bundesausschuss hat Bioresonanzdiagnostik und -therapie ausgeschlossen. Auch die Bundesbeihilfe zahlt nicht. Private Versicherungen erstatten je nach Vertrag und Tarif.

Beweist das CE-Zeichen, dass Bioresonanz wirkt?
Nein. Das CE-Zeichen bestätigt, dass ein Gerät die EU-Vorgaben für seinen vom Hersteller festgelegten Zweck erfüllt. Eine behördliche Zulassung oder eine Prüfung der beworbenen Heilwirkungen ist damit nicht verbunden.

Hinweis: Dieser Beitrag informiert und ersetzt keine medizinische Beratung oder Behandlung.

Quellen & Forschungsstand

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  2. Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA). Richtlinie Methoden vertragsärztliche Versorgung, Anlage II Nr. 17. Fassung vom 17.01.2006, zuletzt geändert am 18.06.2026, in Kraft getreten am 09.09.2026. https://www.g-ba.de/downloads/62-492-4212/MVV-RL_2026-06-18_iK-2026-09-09.pdf
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