Traubensilberkerze

Traubensilberkerze ist eines der bekanntesten pflanzlichen Mittel gegen Hitzewallungen. Was zur Wirkung in den Wechseljahren belegt ist, was über Leberschäden bekannt ist und was nach Brustkrebs gilt.

STECKBRIEF

  • Was: Arzneipflanze aus Nordamerika (Actaea racemosa, früher Cimicifuga racemosa); verwendet wird der Wurzelstock
  • Anwendung: Hitzewallungen und starkes Schwitzen in den Wechseljahren, als zugelassenes pflanzliches Arzneimittel
  • Tagesmenge laut EU-Monografie: je nach Extrakt 5 bis 6,5 Milligramm Trockenextrakt
  • Grenze: ohne ärztlichen Rat nicht länger als sechs Monate; nur für erwachsene Frauen
  • Rechtsstatus: als Arzneimittel zugelassen, mit Leberwarnhinweis; daneben Nahrungsergänzungsmittel ohne amtliche Prüfung
  • Studienlage: gegen Hitzewallungen uneinheitlich, allenfalls kleiner Nutzen; seltene Leberschäden möglich

Die Nächte sind zu warm, die Bluse klebt in der Besprechung, und eine Hormontherapie kommt nicht infrage oder soll nicht sein. Dann fällt in der Apotheke oder in der Frauenarztpraxis oft ein Name: Traubensilberkerze. Sie gehört zu den am besten untersuchten pflanzlichen Mitteln gegen Wechseljahresbeschwerden.

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) erkennt bestimmte Extrakte als wirksam gegen Hitzewallungen und Schwitzen an [1]. Die großen Studienauswertungen kommen aber zu unterschiedlichen Ergebnissen [2] [3]. Dazu kommt eine seltene, aber ernste Nebenwirkung: Leberschäden. Wer Traubensilberkerze anwenden will, sollte beides kennen.

Was belegt ist und was nicht

Mittel

  • Hitzewallungen und Schwitzen in den Wechseljahren: amtlich anerkannt, Studien uneinheitlich [1] [2] [3] [4]
  • Wechseljahresbeschwerden insgesamt mit einzelnen geprüften Extrakten [3] [5]
  • Kombination mit Johanniskraut bei Beschwerden mit gedrückter Stimmung: eine größere Studie [6]

Schwach

  • Schlafstörungen in den Wechseljahren: eine kleine Studie [7]
  • Beschwerden unter Antihormontherapie bei Brustkrebs: eine Studie ohne Placebo [8]
  • Seltenere Rückfälle nach Brustkrebs: nur Beobachtungsdaten [9]

Kein Nutzen belegt

  • Hitzewallungen nach Brustkrebs [10] [11]
  • Stimmungsschwankungen, Depression und Angst (Traubensilberkerze allein) [3] [4]
  • Gleichwertigkeit mit einer Hormontherapie [2]

Traditionell

  • Prämenstruelle Beschwerden, Rheuma: keine klinischen Daten [12]
  • Halsschmerzen, Malaria, Geburtsbeschwerden: Überlieferung nordamerikanischer Ureinwohner [13]

Hitzewallungen: anerkannt, aber umstritten

Hitzewallungen und Schwitzen (Evidenz: Mittel). Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel der EMA (HMPC) stuft drei genau beschriebene Trockenextrakte als Mittel „zur Linderung von Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen und starkem Schwitzen“ ein [1]. Die Einstufung lautet auf allgemeine medizinische Verwendung (well-established use). Das ist die stärkere der beiden Kategorien für Pflanzenarzneien; sie setzt veröffentlichte Wirksamkeitsdaten voraus und nicht nur lange Tradition. Grundlage waren rund 20 klinische Studien mit mehr als 6.300 Frauen. Eine einzelne, rundum überzeugende Studie fand der Ausschuss allerdings nicht [12].

Die Studienauswertungen widersprechen sich. Ein Cochrane-Review, also eine Zusammenfassung aller verwertbaren Studien nach festen Regeln, schloss 2012 sechzehn Studien mit 2.027 Frauen ein. Bei der Zahl der Hitzewallungen fand es keinen messbaren Unterschied zu einem Placebo, einem Scheinmittel; auch die Beschwerde-Fragebögen fielen nicht besser aus. Eine Hormontherapie wirkte deutlich stärker [2]. Eine neuere Auswertung von 22 Studien mit 2.310 Frauen fand dagegen einen kleinen Vorteil bei den Hitzewallungen und einen mittleren bei den Wechseljahresbeschwerden insgesamt [3].

Ein Grund für den Widerspruch: „Traubensilberkerze“ ist kein einheitliches Mittel. Extrakte unterscheiden sich im Lösungsmittel, in der Menge Pflanze pro Milligramm Extrakt und in der Dosis. Ein Extrakt mit 60 Prozent Ethanol verbesserte in einer Studie mit 180 Frauen die Beschwerden über zwölf Wochen deutlich stärker als Placebo, die höhere Dosis noch mehr [5]. In einer amerikanischen Studie mit 89 Frauen gingen die Hitzewallungen unter einem anderen Präparat über ein Jahr um 34 Prozent zurück, unter Placebo um 63 Prozent; besser als Placebo schnitt nur die Hormonvergleichsgruppe ab [14]. Eine weitere Studie mit 54 Frauen fand ebenfalls keinen Unterschied [15]. Ergebnisse eines Extrakts lassen sich deshalb nicht auf andere übertragen.

Entsprechend vorsichtig urteilen die Fachgesellschaften. Die deutsche S3-Leitlinie Peri- und Postmenopause liegt seit Juni 2026 als Konsultationsfassung vor, also als Entwurf zur Kommentierung. Darin heißt es, Traubensilberkerze „kann“ bei Hitzewallungen angeboten werden; das ist die schwächste Empfehlungsstufe, gestützt auf drei Studien mit niedriger bis sehr niedriger Vertrauenswürdigkeit [4] [16]. Die nordamerikanische Menopause-Gesellschaft rät von pflanzlichen Mitteln gegen Hitzewallungen ab [17]. Die britische Gesundheitsbehörde NICE sieht gewisse Hinweise auf einen Nutzen, mahnt aber zur Vorsicht, weil Qualität und Inhalt vieler Präparate unklar seien [18].

Schlaf und Stimmung (Evidenz: Schwach bis kein Nutzen). Ein beliebtes Werbeversprechen ist besserer Schlaf. In einer kleinen Studie über sechs Monate schliefen die Teilnehmerinnen im Schlaflabor etwas effizienter; ihr eigenes Empfinden verbesserte sich aber nicht eindeutig [7]. Gegen Angst und gedrückte Stimmung zeigte Traubensilberkerze allein keinen Effekt [3]. Die Leitlinien-Konsultationsfassung empfiehlt sie dafür ausdrücklich nicht [4]. Positive Ergebnisse gibt es für eine Kombination mit Johanniskraut [6], sie gelten aber nur für diese Kombination.

Wer sich zwischen Traubensilberkerze und anderen Wegen entscheidet, findet einen Überblick in den Beiträgen „Was hilft wirklich? Wechseljahresbeschwerden ohne Hormone“ und „Hormontherapie in den Wechseljahren“.

Kein pflanzliches Östrogen

Traubensilberkerze wird oft in einem Atemzug mit Soja und Rotklee genannt. Deren Isoflavone ähneln chemisch dem Östrogen und wirken schwach östrogenartig [19]. Für Traubensilberkerze ist das nicht belegt. Ein untersuchter Extrakt band im Labor nicht an die beiden bekannten Östrogenrezeptoren [20]. Die Gebärmutterschleimhaut veränderte sich in einer Beobachtung von 400 Frauen über ein Jahr nicht [21], auch nicht in einer randomisierten Einjahresstudie [22].

Wie die Pflanze wirkt, ist offen. Laborversuche deuten auf Bindungsstellen für den Botenstoff Serotonin hin [23], eine kleine Untersuchung mit fünf Frauen auf eine Wirkung am körpereigenen Opioidsystem [24]. Die EMA hält fest, dass weder der Wirkmechanismus noch die wirksamen Inhaltsstoffe bekannt sind [1]. Mehr zur Abgrenzung im Beitrag „Soja-Isoflavone“.

Arzneimittel oder Nahrungsergänzung?

Verwendet wird der Wurzelstock (Rhizom), also der unterirdische Spross, mitsamt Wurzeln [25]. Die Pflanze gehört zu den Hahnenfußgewächsen und stammt aus den Wäldern im Osten Nordamerikas [26] [13]. Die Bewertung der EMA gilt nur für Trockenextrakte, bei denen die Pflanze in Alkohol ausgezogen und das Lösungsmittel anschließend verdampft wird, und nur für feste Darreichungsformen zum Einnehmen wie Tabletten [27] [1].

Drei Extrakte mit festen Tagesmengen nennt die Monografie [1]:

  • Extrakt mit 58 % Ethanol: 5,6 mg pro Tag, aufgeteilt auf zwei Einnahmen zu je 2,8 mg
  • Extrakt mit 60 % Ethanol: 6,5 mg einmal täglich
  • Extrakt mit 40 % Isopropanol: 5 mg pro Tag, als eine Einnahme oder zweimal 2,5 mg

Gemeint ist jeweils Milligramm Extrakt, nicht Milligramm Pflanze. Die Extrakte unterscheiden sich auch im Drogen-Extrakt-Verhältnis, also darin, wie viel Pflanze in einem Teil Extrakt steckt. Die Mengen sind deshalb nicht austauschbar. Österreich hat 2024 ein Präparat mit 13 mg pro Tag zugelassen; die EMA sah darin keinen Grund, ihre Monografie zu ändern [28]. Maßgeblich ist die Packungsbeilage des einzelnen Arzneimittels.

Daneben gibt es Kapseln und Pulver als Nahrungsergänzungsmittel. Sie sind rechtlich Lebensmittel [29]. Ihre Anzeige beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) ist keine Prüfung oder Zulassung [30]. Ob ein Produkt als Arzneimittel gilt, hängt von seinem Zweck und seiner Wirkung ab, nicht von der Kapselform [31]. Untersuchungen in den USA zeigten Qualitätsprobleme: Drei von elf Produkten enthielten offenbar asiatische Verwandte statt echter Traubensilberkerze [32], in einer späteren Untersuchung war bei 33 von 60 Produkten die Qualität fraglich [33]

Die Leber: seltenes, aber ernstes Risiko

2006 prüfte die EMA 42 Meldungen über Leberschäden. Nur 16 waren ausreichend dokumentiert; bei vier sah der Ausschuss einen zeitlichen Zusammenhang mit der Einnahme. Er schloss auf eine „mögliche Verbindung“ zwischen Traubensilberkerze und Leberschäden [34]. Das amerikanische Arzneibuch (USP) bewertete 30 Fallberichte, alle als möglicherweise, keinen als wahrscheinlich verursacht [35]. Einzelne Fälle verliefen schwer, bis hin zur Lebertransplantation [36].

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) ordnete deshalb am 9. Juni 2009 für Arzneimittel mit Traubensilberkerze einen Warnhinweis an, einschließlich homöopathischer Mittel bis zur Verdünnung D2 [37]. Seither steht in der Packungsbeilage, dass Leberschäden aufgetreten sind und ihre Häufigkeit nicht abschätzbar ist. Bei Zeichen einer Leberschädigung soll die Einnahme sofort beendet und ein Arzt aufgesucht werden [38].

In Studien zeigte sich kein Leberrisiko. Eine Auswertung von fünf Studien mit über 1.000 Frauen fand nach drei bis sechs Monaten keine veränderten Leberwerte [39], ebenso die amerikanische Einjahresstudie [14]. Für seltene Schäden, die nur einzelne Menschen treffen, sind solche Studien aber zu klein. Ob verunreinigte oder verwechselte Ware hinter manchen Fällen steckt, ist möglich, aber nicht belegt; die betroffenen Produkte wurden meist nicht analysiert [40]. Die europäische Arzneimittelüberwachung hat das Nutzen-Risiko-Verhältnis zuletzt als unverändert bewertet und beobachtet die Leber weiter eng [28].

Sicherheitsbox

WICHTIG ZUR SICHERHEIT

  • Leberschäden: selten, Häufigkeit unbekannt. Bei Müdigkeit, Appetitverlust, Gelbfärbung von Haut oder Augen, dunklem Urin oder starken Oberbauchschmerzen mit Übelkeit sofort absetzen und ärztlich abklären lassen [1] [38].
  • Lebererkrankung in der Vorgeschichte: laut EMA nur mit Vorsicht [1]; das amerikanische Arzneibuch rät ganz ab [40].
  • Weitere Nebenwirkungen: allergische Hautreaktionen, Schwellungen von Gesicht oder Beinen, Magen-Darm-Beschwerden; Häufigkeit unbekannt [1].
    Brustkrebs und andere hormonabhängige Tumoren: nur nach ärztlichem Rat [1].
  • Östrogene: nicht gleichzeitig einnehmen, außer auf ärztlichen Rat. Bei Scheidenblutungen ärztlich abklären [1].
  • Tamoxifen: Laborbefunde deuten auf eine mögliche Störung seiner Umwandlung hin; klinisch ungeklärt. Vorher mit dem Behandlungsteam sprechen [41] [42].
  • Schwangerschaft und Stillzeit: nicht empfohlen. Nicht für Kinder, Jugendliche und Männer [1].
  • Dauer: ohne ärztlichen Rat nicht länger als sechs Monate [1].

Praxisbox

Wann ärztlich abklären

Bleiben die Beschwerden trotz Einnahme bestehen oder werden sie stärker, rät die EMA zu ärztlichem oder pharmazeutischem Rat [27]. Blutungen aus der Scheide gehören immer in die Frauenarztpraxis [1], nach den Wechseljahren erst recht. Wer andere Medikamente nimmt oder eine Krebserkrankung hatte, bespricht die Einnahme vorher.

Nach Brustkrebs

Im Oktober, dem Brustkrebsmonat, stellt sich diese Frage besonders oft. Frauen, die nach Brustkrebs eine Antihormontherapie erhalten, leiden häufig unter starken Hitzewallungen und dürfen meist keine Hormone nehmen.

Für diese Gruppe sind die Ergebnisse ernüchternd. In zwei placebokontrollierten Studien mit 85 und 132 Frauen half Traubensilberkerze nicht besser als das Scheinmittel; in der größeren sanken die Beschwerden unter Placebo sogar etwas stärker [10] [11]. Das amerikanische Krebsinstitut fasst zusammen, dass verblindete Studien keinen Vorteil gegenüber Placebo zeigen konnten [43]. Eine weitere Studie fand bei Frauen unter einer Spritzentherapie, die die Eierstöcke stilllegt, weniger Beschwerden; sie hatte aber keine Placebogruppe. Die EMA zieht daraus keine Schlüsse über die Sicherheit bei Brustkrebs [8] [28].

Uneinig sind auch die Bewertungen. Die deutsche S3-Leitlinie Komplementärmedizin für Krebspatientinnen und -patienten sagt, Traubensilberkerze „kann“ gegen Hitzewallungen „erwogen werden“ [44]; die Brustkrebs-Leitlinie verweist darauf [45]. Die britische NICE rät bei Brustkrebs davon ab [18]. Die EMA verlangt ärztlichen Rat [1].

Ob Traubensilberkerze das Rückfallrisiko beeinflusst, ist offen. Eine rückblickende Auswertung mit über 18.000 Brustkrebspatientinnen fand bei Anwenderinnen etwas seltener Rückfälle. Solche Beobachtungsdaten beweisen aber keinen Schutz [9].

Offen ist auch die Frage nach Tamoxifen. Das Medikament wird in der Leber über das Enzym CYP2D6 in seine wirksame Form umgewandelt. Im Reagenzglas hemmte ein Extrakt diese Umwandlung deutlich [41]. Bei gesunden Menschen sank die Enzymaktivität unter einer sehr hohen Tagesmenge um etwa 7 Prozent [42], unter einer üblicheren Menge gar nicht [46]. Studien zur Wirkung von Tamoxifen bei Patientinnen fehlen. Die Entscheidung gehört deshalb in die onkologische Sprechstunde.

Woran geforscht wird

Zuletzt sichtete die EMA 2025 insgesamt 153 neue Veröffentlichungen. Einen Anlass, ihre Monografie zu ändern, sah sie nicht [28]. Dabei bewertete sie auch Tierversuche des amerikanischen Toxikologieprogramms: Bei weiblichen Ratten fanden sich unter hohen Dosen uneindeutige Hinweise auf gutartige Wucherungen an der Gebärmutter. Was das für Frauen bedeutet, ist unklar [28]. Die finale Fassung der S3-Leitlinie Peri- und Postmenopause steht noch aus [16]. In den großen Studienregistern war am 1. Oktober 2026 keine laufende Studie zu Traubensilberkerze eingetragen [47] [48].

FAQ – HÄUFIGE FRAGEN

Hilft Traubensilberkerze gegen Hitzewallungen?
Die EMA erkennt bestimmte Extrakte als Arzneimittel gegen Hitzewallungen und Schwitzen an. Die Studien sind uneinheitlich: Manche finden einen kleinen Vorteil gegenüber Placebo, das Cochrane-Review keinen messbaren. Eine Hormontherapie wirkt deutlich stärker.

Wie viel Traubensilberkerze wird eingenommen?
Die EU-Monografie nennt je nach Extrakt 5 bis 6,5 Milligramm Trockenextrakt pro Tag. Die Mengen gelten nur für den jeweiligen Extrakt und sind nicht austauschbar. Maßgeblich ist die Packungsbeilage des Arzneimittels.

Wie lange darf man Traubensilberkerze nehmen?
Ohne ärztlichen Rat nicht länger als sechs Monate. Bleiben die Beschwerden bestehen oder werden sie stärker, sollte ärztlich oder in der Apotheke Rat eingeholt werden.

Kann Traubensilberkerze die Leber schädigen?
Ja, in seltenen Fällen. Wie häufig, ist unbekannt. Bei Gelbfärbung von Haut oder Augen, dunklem Urin, starker Müdigkeit oder Oberbauchschmerzen sofort absetzen und ärztlich abklären lassen.

Ist Traubensilberkerze ein pflanzliches Östrogen?
Nein. Anders als die Isoflavone aus Soja oder Rotklee bindet sie nach bisherigen Untersuchungen nicht an die bekannten Östrogenrezeptoren. Wie sie wirkt, ist nicht geklärt.

Ist Traubensilberkerze nach Brustkrebs geeignet?
Nur nach ärztlichem Rat. In zwei Studien mit Brustkrebspatientinnen half sie nicht besser als Placebo. Die deutsche Komplementärmedizin-Leitlinie hält einen Versuch für denkbar, die britische NICE rät ab.

Sind Nahrungsergänzungsmittel mit Traubensilberkerze gleichwertig?
Nicht unbedingt. Die EMA-Bewertung gilt nur für bestimmte Trockenextrakte in Arzneimitteln. Nahrungsergänzungsmittel werden vor dem Verkauf nicht amtlich geprüft, und Untersuchungen fanden falsche oder vermischte Pflanzen.

 

Recherchestand: 1. Oktober 2026 · Nächste Prüfung: April 2027

Hinweis: Dieser Beitrag informiert und ersetzt keine medizinische Beratung oder Behandlung.

Quellen & Forschungsstand

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